Am 26. Januar treffen wir uns zum 2. Vernetzungstreffen im Bürgerzentrum Ehrenfeld, Venloer Str. 429, 50825 Köln. Ermöglicht wird das Treffen durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und die Stadt Köln. Kennenlernen, Vernetzen und neue Aktionen für 2019 planen – all das machen wir beim zweiten RADKOMM-Aufbruch-Fahrrad-Netzwerktreffen. Eingeladen sind alle Aktivist*innen von Aufbruch Fahrrad aus NRW. Für Getränke ist gesorgt. Es geht um 11 Uhr los, Ende ca. 17 Uhr

Ermöglicht wird das Treffen durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und die Stadt Köln.

Bitte meldet euch an, damit wir besser planen können:

2. Kennenlerntreffen

 

Da hat der kleine Junge am Straßenrand im Kölner Weihnachtsverkehr nicht schlecht gestaunt, als plötzlich eine Horde verkleideter Weihnachtsfrauen und Weihnachtsmänner an ihm vorbei cruiste. Mit Musik, Weihnachtsbaum, Deko, Plätzchen und Glühwein bepackt ging es am dritten Adventswochenende in insgesamt 11 Städten in NRW so oder ähnlich zu. Die Initiative Aufbruch Fahrrad hatte zu Mobilen Weihnachtsmärkten am 16. Dezember 2018 aufgerufen. Mit dabei waren Aachen, Bad Honnef, Dortmund, Düsseldorf, Gütersloh, Herford, Köln, Mönchengladbach, Münster, Unna.

Die Mobilen Weihnachtsmärkte sollten pünktlich zur Halbzeit der Volksinitiative darauf aufmerksam machen, dass mehr Radverkehr unsere Städte lebenswerter macht. Das Fahrrad als nachhaltiges, (fast) emissionsfreie, leises und sogar gesundheitsförderndes Verkehrsmittel ist besonders geeignet, die Verkehrssituation in NRW zu entlasten und dabei unser Klima zu schützen. Die Mobilen Weihnachtsmärkte waren klimaschonend unterwegs, und die Beteiligten waren mit viel Weihnachtsstimmung und Begeisterung dabei.

 

 

Weihnachtsbäume lassen sich ganz hervorragend mit muskelbetriebenen Fahrzeugen transportieren. In den sozialen Netzen gibt es viele Fotos von Menschen aus aller Welt, die das in die Praxis umgesetzt haben. Aber auch in NRW transportieren Menschen ihren Weihnachtsbaum auf dem Fahrrad nach Hause. Den Beweis dafür möchten wir euch nicht vorenthalten und zeigen an dieser Stelle Bilder von Weihnachtsbäumen auf oder hinter Fahrrädern, die uns über Twitter erreicht haben. Vielen Dank an alle, die ihre TreeByBike-Fotos an uns geschickt haben!

 


Bio-Weihnachtsbäume an der Sankt-Nicolai Kirche im Kreuzviertel in Dortmund


Foto: Christian Wolter


Fotos: Ulrich Möhl


Foto: @chrptt


Foto: @sabber_lott


Foto: Frank Mankel

Titelfoto: Johannes Heun

 

Die Autoren Anne Weiss und Stefan Bonner (u.a. bekannt durch die Bestseller Wir Kassettenkinder, Planet Planlos, Generation Doof) unterstützen die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad. Die beiden sind aktive Fahrradfahrende aus Überzeugung – neben dem Klimaschutz ist Fahrradfahren für sie einfach ein praktisches Verkehrsmittel im Alltag.

Anne Weiss sagt dazu: “Für mich ist das Fahrrad das beste Fortbewegungsmittel, denn dabei kommt das einzige CO2 aus meinem Mund – und zwar beim Ausatmen. Außerdem lernt man damit seine Stadt viel besser kennen. Insgesamt ist Fahrradfahren für mich eine der sinnvollsten Sachen, um das Klima zu schützen, die ich mir vorstellen kann. ”

Stefan Bonner meint: “Wir müssen wegen des Klimawandels CO2 sparen, beim Fahrradfahren tun wir das. Für mich persönlich ist das Fahrrad das Verkehrsmittel Nummer eins geworden: Ich wohne im Bergisch-Gladbacher/Kölner Raum, da kommt man mit dem Auto ohnehin nicht mehr vernünftig durch. Mit dem Fahrrad bin ich überall schnell, ich tue was für meine Gesundheit und ich tue was für die Umwelt.”

 

Wie breit die Unterstützung aus der ganzen Gesellschaft für Aufbruch Fahrrad ist, zeigt das Beispiel der evangelischen Gemeinde Essen-Steele. Ehrenamtliche der Gemeinde hatten die Idee zu einer Unterschriftenaktion beim Weihnachtsbasar am ersten Adventswochenende. Wolfgang Weidtmann aus dem Umweltausschuss der Gemeinde betreut jetzt die Sammelstelle für Unterschriften im Gemeindezentrum. Pfarrer Johannes Heun, der selbst gerne Fahrrad fährt, sagt: „In unserer Gemeinde gibt es einige Fahrradfahrer. Andere würden gerne mehr Wege mit dem Fahrrad machen, trauen sich aber noch nicht. Unser Stadtteil hat in den 70er Jahren eine groß angelegter „Stadtsanierung“ erlebt, bei der auch vierspurige Straßen für den Autoverkehr gebaut wurden. Hier in Steele wissen die Menschen also aus Erfahrung, dass ein grundlegender Umbau der Verkehrsinfrastruktur möglich ist und immer mehr von uns wünschen sich jetzt sichere Radwege. Auch wer selbst nicht fährt, kennt das Problem der Gefährdung durch den Autoverkehr. Viele Ältere haben Enkel, die mit dem Rad zur Schule fahren. Da war die Unterstützung für Aufbruch Fahrrad groß“.

Dabei kamen 120 Unterschriften zusammen. Wir finden: ein tolles Beispiel, das hoffentlich viele Nachahmer in anderen Gemeinden findet. Schließlich ist nachhaltige, ressourcenschonende Mobilität ein wichtiger Bestandteil des Klimaschutzes – oder in anderen Worten: der Bewahrung unserer Schöpfung.

 

Am 16. Dezember wird es genau 6 Monate her sein, seitdem die erste Unterschrift ihren Weg auf einen Bogen fand. Das möchten wir feiern, mit mobilen Weihnachtsmärkten in ganz NRW.
Die Idee: Weihnachtsbaum auf den Gepäckträger, Lichterketten umgehangen, Glühwein und Gebäck eingesteckt und fertig ist der mobile Weihnachtsmarkt. Vielleicht findet der eine oder andere ja auch noch ein Weihnachtsmannkostüm im Schrank. Und dann von einem Platz zum Nächsten fahren und voila, fertig ist der mobile Weihnachtsmarkt. Natürlich dürfen auch Unterschriften gesammelt werden, aber wichtiger ist uns die medienwirksame Aktion, um noch mehr Menschen für Aufbruch Fahrrad zu begeistern.

Es sind aktuell 10 mobile Weihnachtsmärkte geplant und es werden immer mehr:

Aachen
16 Uhr am Elisenbrunnen

Bad Honnef
Treffpunkt 14 Uhr am Markt, mit 1. Critical Mass

Dortmund
Treffpunkt 14 Uhr am Friedensplatz. Wenn dort eine Veranstaltung ist, etwas weiter südlich in Richtung Wall. mit 1. Dortmunder Lastenradparade

Düsseldorf
Treffpunkt 14 Uhr am Grabbeplatz

Gütersloh -Treffpunkt 15 Uhr am Dreiecksplatz

Herford
Ab 13:00 sammelt der ADFC am Findeisenplatz in Löhne gegenüber der Werretalhalle.

Köln
Treffpunkt 14 Uhr Neptunplatz, Ende Hohenzollernbrücke in Deutz
15:30 Uhr sind wir an der Auffahrt zur Hohenzollernbrücke (rechtsrheinisch)
Ab 15:30 Uhr besteht die Möglichkeit eines Interviews mit Dr. Ute Symanski, Vertrauensperson und Mit-Initiatorin der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad

Mönchengladbach
Weihnachtsradeln 2018: https://tinyurl.com/ybg4ykhm

Münster
14:30 Uhr Fahrradpromenade rund um Münster

Unna
Treffpunkt 13 Uhr vor dem Umweltberatungszentrum, Rathausplatz 21, 59423 Unna
Ab 13 Uhr besteht die Möglichkeit eines Interviews mit Thomas Semmelmann, Vorsitzender des ADFC NRW und Mit-Initiator der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad

CriticalMaps: aufbruch-fahrrad.de/weihnachtsmarkt

Weitere Infos hier: https://www.facebook.com/events/2352575471643554/

 

Foto: verenafotografiert.de

 

 

 

Wir wünschen uns etwas zu Weihnachten – nein, nein, das wird kein Spendenaufruf. Obwohl das natürlich auch nicht schlecht wäre. Aber viel, viel wichtiger ist es, dass ihr uns ausgefüllte Unterschriftenlisten schickt! Warum das wichtig ist?

Nur, wenn wir einen Überblick über die bereits gesammelten Unterschriften haben, können wir einschätzen, wie viele noch fehlen. Und außerdem müssen die Unterschriften auch noch von den Kommunen bestätigt werden. Das dauert, in manchen Städten viel länger, als wir gedacht hätten. Deswegen: macht Aufbruch Fahrrad ein Weihnachtsgeschenk und bringt die ausgefüllten Unterschriftenlisten zur Post!

Bald ist Nikolaus. Packt uns was in die Stiefel und schickt die Listen an Aufbruch Fahrrad!

 

Mach Aufbruch Fahrrad ein Weihnachtsgeschenk – schick uns deine Unterschriftenlisten! Das kriegst du doch gebacken, oder? 🙂

 

 

Antje Grothus, Umweltaktivistin der Bürgerinitiative „Buirer für Buir“ und Mitglied der Kohlekommission, unterstützt die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad.

Klimaheldin Antje Grothus sagte nach Ihrer begeisternden Rede vor tausenden Demonstrant*innen auf der „Kohle stoppen“-Demo in Berlin: „Ich unterstütze Aufbruch Fahrrad, weil auch bei der Mobilitätswende noch richtig viel zu tun ist. Deswegen: setzt Eure Kinder in Lastenräder oder Radanhänger statt sie ständig mit dem Auto herumzufahren!“

Heimspiel für Aufbruch Fahrrad

Unterschriften sammeln beim Spiel BVB – SC Freiburg in Dortmund: ein Heimspiel für die Volksinitaitive Aufbruch Fahrrad. Und das Ergebnis war ganz nach unserem Geschmack – es gab drei Punkte und einen dicken Stapel Unterschriften. Ein Hauch von Hollywood machte den grauen Dezembertag etwas bunter, Deadpool und Prinzessin Peach persönlich kamen zum Spiel. Ungeklärt blieb die Frage, welche Mannschaft die beiden anfeuerten, aber für Aufbruch Fahrrad unterschrieben haben sie jedenfalls. Ob die beiden auch mit Erstwohnsitz in NRW gemeldet sind, verraten wir hier nicht.

(Foto: VeloCityRuhr)

Dr. Ute Symanski, Vertrauensperson für die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad, hat NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst zur Radkomm #5 eingeladen. Auf der fünften Radkomm am 1. Juni 2019 werden wir die Anzahl der gesammelten Unterschriften bekannt geben.

Auf der Fachkonferenz „Zukunft denken – Vernetzung in der Mobilität“ am 23. November hatte Ute die Gelegenheit, mit dem Verkehrsminsiter über die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad zu sprechen und die Einladung auszusprechen. Der Fokus der Fachkonferenz lag auf Konzepten für die Mobilität der Zukunft in NRW. Wüst kündigte an, Nordrhein-Westfalen zur Modellregion für die Mobilität 4.0 auszubauen und die Bürger dabei miteinzubeziehen. „Wir beteiligen Sie, die Nutzer von Mobilität in Nordrhein-Westfalen“, so Wüst zu den Teilnehmern. „Sie sind aufgerufen, sich aktiv einzubringen – heute, aber auch darüber hinaus. Eine leistungs- und zukunftsfähige Mobilität im Land können wir nur gemeinsam schaffen. Das muss unser Ziel sein, damit Nordrhein-Westfalen vorankommt.“

Aufbruch Fahrrad nimmt Minister Wüst beim Wort: wir bringen uns (fahrrad-)aktiv ein, und bündeln die Stimmen, die eine Verkehrswende mit mehr Radverkehr und vernetztem ÖPNV fordern. Die Mobilität 4.0 kann aus unserer Sicht nur erreicht werden, indem die Bedingungen für das Radfahren deutlich verbessert werden. Dazu gehören in erster Linie Investitionen in Fahrrad-Infrastruktur, denn die Digitalisierung allein kann die Städte nicht vor dem Verkehrskollaps retten. Allenfalls können smarte Anwendungen für den multimodalen Verkehr die Verkehrswende unterstützen, also die Kombination aus Fahrrad, ÖPNV, Auto und zu Fuß gehen. Solche digitalen Lösungen für die Mobilität 4.0 können den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad erleichtern. Eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrsprobleme kann jedoch nur dann erreicht werden, wenn Bürgerinnen und Bürger ein Infrastrukturangebot vorfinden, das ihren Bedürfnissen nach sicherem Fahrradfahren entspricht.