Nun heisst es: Daumen drücken für uns alle, die sich für die Volksinitiative engagiert haben: Aufbruch Fahrrad ist für den Deutschen Fahrradpreis 2020  in der Kategorie „Kommunikation“ nominiert!

Die Preisverleihung findet am 27. Februar 2020  ab 17.30 Uhr in der Messe Essen statt.
RADKOMM und der ADFC NRW werden bei der Preisverleihung stellvertretend für Euch alle in Essen vor Ort sein.

„Aufbruch Fahrrad zeigt, dass die Menschen im Land bereit sind, sich hinter positive Ziele zu stellen. Und Sie haben es der Politik leicht gemacht, Ihnen zu folgen: weil Sie konstruktiv, pro-aktiv und unideologisch kommunizieren.“ So anerkennend sprach unser NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst über unsere Kommunikation der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad im Landesverkehrsausschuss.

Aufbruch Fahrrad hat es geschafft, ein beispielloses Aktionsbündnis für nachhaltige Mobilität ins Leben zu rufen: Mehr als 215 Verbände und Initiativen in ganz NRW haben sich dem gleichnamigen Aktionsbündnis angeschlossen. Aufbruch Fahrrad ist die erste Volksinitiative für ein Mobilitätsthema in NRW und die erfolgreichste Unterschriftensammlung für das Fahrrad in ganz Deutschland: Noch nie wurden bisher so viele Unterschriften für das Fahrrad gesammelt.

Die Volksinitiative ist Teil einer Bewegung, die in Berlin begann und längst ganz Deutschland erfasst hat: In mehr als 30 Radentscheiden wurden bundesweit mehr als 700.000 Unterschriften für den Ausbau des Radverkehrs gesammelt. „Die Radentscheidbewegung in Deutschland ist unaufhaltsam – und sie wird immer größer werden“, so Dr. Ute Symanski, 1. Vorsitzende des RADKOMM Vereins und Vertrauensperson der Volksinitiative, die an der Preisverleihung zusammen mit Thomas Semmelmann vom ADFC NRW vor Ort sein wird.

Die beiden anderen Nominierten in der Kategorie Kommunikation sind „Besser zur Schule” und „Freshbrains helfen Einsteigerkommunen in den Sattel”.

Mehr zur Preisverleihung: https://www.der-deutsche-fahrradpreis.de/preistraeger/fachpreis.html

Nach der Volksinitiative #AufbruchFahrrad ist vor dem #Fahrradgesetz für NRW. Auf Einladung des RADKOMM e.V. kommt Nordrhein‐Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst zum Gespräch nach Köln. Unsere Vertrauensperson der Volksinitiative, Dr. Ute Symanski, spricht zusammen mit Michael Adler, Mobilitätsexperte und Geschäftsführer der Agentur tippingpoints, vor Publikum mit dem Minister. Über nachhaltige Mobilitätspolitik für NRW und darüber, wie nach dem fulminanten Erfolg der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad deren Forderungen in ein Fahrradgesetz für NRW einfließen werden.

Das RADKOMM Quarterly mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst findet statt am Dienstag, 04. Februar 2020, 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr im Bürgerzentrum Köln‐Ehrenfeld.

Ort: Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld, Venloer Straße 429, 50825 Köln, Großer Saal. Der Veranstaltungsort ist wenige Minuten zu Fuß vom Bahnhof Köln-Ehrenfeld entfernt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – alle Interessent*innen sind herzlich willkommen. Wir freuen uns auf ein mintgrünes Meer im Publikum 🙂

Aufbruch Fahrrad ist die erste Volksinitiative in NRW, der offiziell vom Landtag formal zugestimmt wurde! Ein Historischer Moment – Dank Euch allen, die Ihr Euch für Aufbruch Fahrrad engagiert habt!!!!

Am 18.12.2019 beschloss der Landtag in NRW, die Forderungen der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad aufzugreifen und in ein Fahrradgesetz für NRW zu überführen. Damit wird Nordrhein‐Westfalen bundesweit das erste Flächenland, das ein eigenes Fahrradgesetz bekommen wird. Noch nie gab es in NRW eine solche politische Einigkeit darüber, dass der Radverkehr im Land gesteigert werden soll.
Was genau hat den Minister davon überzeugt, sich den neun Forderungen von Aufbruch Fahrrad anzuschließen und sich für ein Fahrradgesetz in NRW stark zu machen? Welche Vision einer nachhaltigen Mobilität für NRW hat er? Wie können wir den politischen Rückenwind für eine neue und nachhaltige Verkehrspolitik nutzen? Wie ernst ist es der Landesregierung mit dem zentralen Ziel von Aufbruch Fahrrad, den Radverkehr bis 2025 auf 25% zu steigern? Wie wird es gelingen, die Radinfrastruktur auszubauen, ohne neue Flächen zu versiegeln? Und wenn es ganz nach dem Verkehrsminister ginge – was würde Hendrik Wüst am liebsten direkt ändern?

Das und vieles mehr, was sie den NRW‐Verkehrsminister schon immer einmal zur nachhaltigen Mobilität fragen wollten, werden Ute Symanski und Michael Adler mit Hendrik Wüst live vor Publikum besprechen.

Aufbruch Fahrrad ist die bisher erfolgreichste und größte Unterschriftensammlung für mehr Fahrradmobilität in Deutschland. Rund 207.000 Menschen in ganz NRW hatten im Rahmen der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad für den massiven Ausbau der Fahrradmobilität im Land unterschrieben. Ein breites Aktionsbündnis von 215 Vereinen und zivilgesellschaftlichen Akteuren hatte die Volksinitiative getragen.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung bezeichnet Aufbruch Fahrrad als eine der wichtigsten zivilgesellschaftlichen Mobilitätsinitiativen in NRW. Die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad ist Teil einer Bewegung, die in Berlin begann und längst ganz Deutschland erfasst hat: In mehr als 20 Radentscheiden wurden bundesweit mehr als 700.000 Unterschriften für den Ausbau des Radverkehrs gesammelt. Die Radentscheidbewegung in Deutschland ist unaufhaltsam – und sie wird immer größer werden, Dank Euch allen!

2019 war das Jahr von Aufbruch Fahrrad

Was war 2019 für ein Jahr! ***Am 18. Dezember 2019 hat der Landtag unserer Volksinitiative zugestimmt. Und einstimmig beschlossen, dass NRW ein Fahrradgesetz bekommen soll, das unsere neun Forderungen aufgreift.*** Tatsächlich haben wir alles erreicht, was zu erreichen wir gehofft hatten: ein bisher beispielloses Bündnis aus rund 215 Vereinen und Initiativen, fast viermal so viele Unterschriften, wie es gebraucht hätte und ein Fahrradgesetz für Nordrhein-Westfalen.

Aufbruch Fahrrad ist damit die bisher erfolgreichste Volksinitiative in Nordrhein-Westfalen, denn noch nie hat der Landtag bisher einer Volksinitiative auch zugestimmt. Der NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst fasste zusammen: „Aufbruch Fahrrad zeigt, dass die Menschen im Land bereit sind, sich hinter positive Ziele zu stellen. Und Sie haben es uns, der Politik, leicht gemacht, Ihnen zu folgen: weil Sie konstruktiv, pro-aktiv und un-ideologisch kommunizieren.“

Dem Beschluss gingen zwei weitere wichtige Termine voraus: die Anhörung der Vertrauenspersonen vor dem Verkehrsausschuss am 02. Oktober und die Beratung des Verkehrsausschuss über Aufbruch Fahrrad am 20. November. (Die Wortprotokolle der Termine veröffentlichen wir auf dieser Website.)

Die Arbeit an Aufbruch Fahrrad begann für das Team von RADKOMM e.V. bereits im Herbst 2016. Damals startete RADKOMM mit der Arbeit an der Volksinitiative, schuf die Marke und das Corporate Design und lud weitere Vereine und Verbände ein, Teil des Aktionsbündnisses zu werden. Heute ist die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad Teil einer Radentscheid-Bewegung, die ganz Deutschland erfasst hat. Seit dem Start mit dem Volksentscheid Fahrrad Berlin haben mehr als 700.000 Menschen in ganz Deutschland für einen Radentscheid unterschrieben. Und es gibt bundesweit bereits mehr als 20 Radentscheide. In NRW stehen Bielefeld, Bonn, Essen und Marl in den Startlöchern – nachdem Aachen einen sehr erfolgreichen Radentscheid bereits durchgeführt hat.

Für die anstehende Mobilitätswende in NRW haben wir viel erreicht. Dieses Wissen lässt uns froh ins Jahr 2020 starten. Im neuen Jahr geht unsere Arbeit weiter. Schon im Januar wird das Verkehrsministerium zu einem ersten Termin einladen, um mit Akteuren der Zivilgesellschaft über die konkrete Ausgestaltung des Fahrradgesetzes zu sprechen. RADKOMM, ADFC NRW, NABU NRW und BUND NRW werden auch dabei sein, und damit auch die Perspektive von Aufbruch Fahrrad. Wir informieren über die weiteren Schritte.

Allen einen guten Rutsch ins Jahr 2020!

Wortprotokoll Anhörung Aufbruch Fahrrad

Aufbruch Fahrrad ist die bisher erfolgreichste Volksinitiative in Nordrhein-Westfalen: noch nie hat der Landtag einer Volksinitiative zugestimmt. Die Abgeordneten sprachen deshalb von einem „historischen Moment“, als sie beschlossen, Aufbruch Fahrrad anzunehmen. Im Rahmen der Befassung der Landespolitik mit Aufbruch Fahrrad gab es bisher drei wichtige Termine:

1. Die Anhörung der Vertrauenspersonen Dr. Ute Symanski, Vorsitzende RADKOMM e.V. und Thomas Semmelmann, stellv. Vertrauensperson, Vorsitzender des ADFC NRW am 02. Oktober 2019. Hier hatten die Vertrauenspersonen die Gelegenheit, das Anliegen von Aufbruch Fahrrad vorzustellen und beantworteten die Fragen aus den Fraktionen.

2. Die Befassung des NRW-Verkehrsausschuss mit Aufbruch Fahrrad am 20. November 2019. An diesem Termin beriet der Verkehrsausschuss über Aufbruch Fahrrad und beschloss, dem Landtag die Annahme von Aufbruch Fahrrad zu empfehlen.

3. Die Befassung des Landtagsplenums mit Aufbruch Fahrrad am 18. Dezember 2019. Hier wurde abschließend über Aufbruch Fahrrad diskutiert und der Landtag beschloss einstimmig, Aufbruch Fahrrad anzunehmen und die Arbeit an einem Fahrradgesetz für NRW aufzunehmen.

Von allen Sitzungen des Landtags und seiner Ausschüsse fertigt die Landtagsverwaltung Wortprotokolle an. Die erscheinen in der Regel einige Wochen nach den Sitzungsterminen. Bisher liegt das Wortprotokoll für die Anhörung am 02. Oktober vor. Es ist hier nachzulesen.

Wir werden die Wortprotokolle der weiteren Termine hier veröffentlichen, sobald sie vorliegen.

Wahnsinn: Der Verkehrsausschuss des Landtags NRW hat einstimmig für ein Radverkehrsgesetz votiert und übernimmt die Forderungen von Aufbruch Fahrrad. Es war ein historischer Momemt im Landtag: Zum ersten Mal wurde in NRW einer Volksinitiative zugestimmt. Alle unsere Forderungen werden nun in ein Radverkehrsgesetz einfließen.
Ein herzliches Dankeschön Euch allen, die Ihr das Land bewegt und mitgeholfen habt, dass heute diese wegweisende Entscheidung für eine nachhaltige Mobilität in Nordrhein-Westfalen getroffen wurde. Danke an die fast 207.000 Menschen, die ihre Stimmen für Aufbruch Fahrrad gegeben haben. Danke an die 213 zivilgesellschaftlichen Vereine und Akteure, die das Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad bilden. Danke an all die vielen Sammler*innen, die Unterschriften gesammelt haben – like crazy. Natürlich geht es jetzt weiter. Wir wollen, dass da wo NRW-Fahrradgesetz draufsteht, auch die richtigen Inhalte und Maßnahmen verankert werden. Damit NRW den Aufbruch in ein modernes, bewegliches Land schafft. Und damit sich bis 2025 der Radverkehrsanteil auf 25% landesweit erhöht. Daran arbeiten wir weiter mit.

Die heutige Entscheidung des Verkehrsausschuss ist wegweisend – gleichwohl ist das Fahrradgesetz damit noch nicht beschlossene Sache. Im Landtagsplenum am 18./19. Dezember wird der Landtag der Beschlussempfehlung seines Verkehrsausschuss folgen und die Landesregierung damit beauftragen, ein Radverkehrsgesetz auszuarbeiten.
Wir halten Euch über die weiteren Schritte, die folgen werden, auf dem Laufenden. Der NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat bereits zugesagt, zu einem RADKOMM spezial im neuen Jahr nach Köln zu kommen. Dort werden wir auch über den Weg zum Fahrradgesetz für NRW sprechen. Sobald der Termin feststeht, schicken wir die Info an alle. Der sogenannte Entschließungsantrag Radgesetz NRW für das Fahrradgesetz NRW ist online!
Lasst uns feiern!
Wie gerne würden wir nun diesen großartigen Erfolg mit Euch allen feiern. Für alle, die im Kölner Einzugsgebiet leben oder die sich auf den Weg machen würden, gibt es eine wunderbare Gelegenheit zum Feiern: In guter AufbruchFahrrad–Tradition laden wir ein zum
Mobilen Weihnachtsmarkt:
Sonntag, 8. Dezember 2019
Start: 14:00 Uhr, Neptunplatz Ehrenfeld
Ziel: ca. 15:30 Uhr, Auffahrt Hohenzollernbrücke rechtsrheinisch

Im vergangenen Jahr haben sich sage und schreibe 11 Städte in NRW an dem mobilen Weihnachtsmarkt beteiligt und so für große Aufmerksamkeit für Aufbruch Fahrrad gesorgt. Daran möchten wir anknüpfen. Und wenn man in Köln etwas zum zweiten Mal macht – dann ist das schon Tradition. In diesem Jahr veranstalten RADKOMM und die großartige Kidical Mass Köln den mobilen Weihnachtsmarkt gemeinsam.
Schnappt Eure Räder, setzt Eure Nikolausmützen auf, packt Weihnachtsbaum, Lichterketten, Punsch und Gebäck ein – und lasst uns als Weihnachtsmenschen gemeinsam durch die Stadt cruisen. Kommt alle und bringt Freund*innen und Familien mit!

Wir wollen auch tanzen 🙂
Let there be Aufbruch!

(Foto: verenafotografiert.de)
 Der Verkehrsausschuss tagt am Mittwoch, 20.11.2019 um 13.30h. Um 12h treffen wir uns vor dem Landtag. Wir laden alle Unterstützer*innen von Aufbruch Fahrrad, die das einrichten können, herzlich ein, dabei zu sein! Bringt Eure Aufbruch Fahrrad-Fahnen mit, zieht Eure T-Shirts an – auf dass die Vertreter*innen des Verkehrsausschusses auf die richtige Entscheidung eingestimmt werden. Wir freuen uns über alle, die noch dazu kommen.

Nach der erfolgreichen Anhörung der Aufbruch Fahrrad-Vertrauenspersonen Dr. Ute Symanski (RADKOMM e.V.) und Thomas Semmelmann (ADFC NRW e.V.) vor den Mitgliedern des NRW-Verkehrsausschuss am 02. Oktober wird der Verkehrsausschuss nun zu Aufbruch Fahrrad entscheiden. Noch während der Anhörung hatten sich die Fraktion der GRÜNEN und der SPD für ein Radverkehrsgesetz für NRW ausgesprochen. Wir hoffen, dass der Verkehrsausschuss am Mittwoch genau das dem Landtagsplenum empfehlen wird: Ein Radverkehrsgesetz für NRW auszuarbeiten, in dem die neun Forderungen von Aufbruch Fahrrad abgebildet sind. Damit es gelingt, bis 2025 den Anteil des Radverkehrs in NRW auf 25% zu steigern.

 Let there be Aufbruch am Mittwoch!

Danke Euch allen!

Liebe Freund*innen von Aufbruch Fahrrad,
mit der Anhörung der Vertrauenspersonen Dr. Ute Symanski (RADKOMM, Köln) und Thomas Semmelmann (ADFC NRW) durch die Mitglieder des Verkehrsausschusses von NRW am 02. Oktober 2019 ist unsere Volksinitiative Aufbruch Fahrrad formal beendet. Und wie erfolgreich wir alle gemeinsam waren! 206.687 Unterschriften haben wir gesammelt, Menschen aus sage und schreibe 394 (von 396) Gemeinden in NRW haben ihre Stimme für Aufbruch Fahrrad gegeben und ein Aktionsbündnis von 215 Vereinen und Verbänden hat Aufbruch Fahrrad getragen. Euch allen danken wir für die großartige Unterstützung und dafür, dass Ihr mitgeholfen habt, Aufbruch Fahrrad so groß zu machen. Viele von Euch möchten weiter aktiv sein und sich weiter für die Verkehrswende in ihrer Stadt engagieren. Darüber freuen wir uns sehr! Und möchten noch einmal dafür werben, die bereits bestehenden Verbände in Euren Städten, zum Beispiel ADFC, VCD, Greenpeace, BUND, NaBu – oder die vielen tollen Vereine, die es vielleicht NUR in Eurer Stadt gibt, zu unterstützen. Tragt den Geist und Eure Aufbruch-Fahrrad-Power in die etablierten Strukturen – denn gemeinsam sind wir in allen Städten so viel stärker.Auf der Landesebene ist nun die Politik am Zug! Idealerweise beschließen die Politiker*innen im Landtag bis Jahresende, dass die Forderungen von Aufbruch Fahrrad umgesetzt und sogar in ein Fahrradgesetz für NRW gegossen werden. Gleichzeitig läuft nun viel Arbeit „hinter den Kulissen“ – die Lobbyarbeit im guten Sinne und für die Verkehrswende geht weiter. Wenn Ihr Euch informieren möchtet, was die Verbände, die Aufbruch Fahrrad getragen haben, nun tun, abonniert die Kanäle von ADFC NRW, RADKOMM und VCD NRW. Hier berichten wir weiter über offizielle Beschlüsse und Meilensteine in Sachen Aufbruch Fahrrad. Stay tuned!

Foto: verenafotografiert.de

Lief gut: Anhörung am 02. Oktober

Die Anhörung vor den Mitgliedern des NRW-Verkehrsausschuss am 02. Oktober lief gut! Das zwischenzeitlich veröffentlichte Wortprotokoll ist hier nachzulesen.

Mit der Forderung nach einem Fahrradgesetz für Nordrhein-Westfalen haben die Vertrauenspersonen der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad den Verkehrsausschuss wachgeklingelt. In der Anhörung, die am 02. Oktober 2019 im NRW Landtag stattfand, nutzten Dr. Ute Symanski, Vorsitzende von RADKOMM e.V. und Thomas Semmelmann, der ADFC NRW-Landesvorsitzende, die Chance, den politischen Vertreter*innen alle neun Forderungen der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad zu erläutern, die Fragen der Mitglieder des Verkehrsausschusses zu beantworten und die Notwendigkeit eines Fahrradgesetzes für NRW darzulegen. Großartig: Die GRÜNEN und die SPD bekannten sich noch in der Anhörung zu einem Fahrradgesetz NRW und sagten zu, diese für uns zentrale Forderung zu unterstützen (im Bild v.l.n.r.: Dr. Ute Symanski, Thomas Nückel, Vorsitzender des Verkehrsausschuss, Thomas Semmelmann)

„Am Thema Fahrrad kommt die Politik nicht vorbei, weil 206.687 Bürger*innen durch ihre geleistete Unterschrift regelrecht einfordern, dass sich etwas auf unseren Straßen tut. Jetzt müssen die Grundsteine für eine moderne Mobilität in NRW gelegt werden und dafür brauchen wir klare Spielregeln und feste Budgets, die in einem Fahrradgesetz festgeschrieben werden müssen“, forderte Thomas Semmelmann, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs NRW und Mitinitiator der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad, im NRW-Verkehrsausschuss.

„Die politischen Vertreter*innen zeigten sich heute tief beeindruckt von dem starken Signal, dass so viele Menschen quer durch NRW mit Aufbruch Fahrrad senden. Jetzt geht es darum, dass die Politik diese Chance auch nutzt. Der Erfolg von Aufbruch Fahrrad zeigt, dass die Menschen in NRW wissen, dass nur das Fahrrad den Verkehr im Land retten kann“, sagte Dr. Ute Symanski, Initiatorin der Volksinitiative. „Ich hoffe, wir starten noch in diesem Jahr mit der Arbeit an einem Fahrradgesetz.“

Was passiert als nächstes? Nach der Anhörung beraten sich nun die Mitglieder des Verkehrsausschuss intern und mit ihren Fraktionen. In einer der nächsten Sitzungen des NRW-Verkehrsausschuss – voraussichtlich im November – wird eine Beschlussempfehlung für den Landtag formuliert. Bis Jahresende wird der Landtag dann eine Entscheidung treffen, wie mit den Forderungen von Aufbruch Fahrrad weiter umgegangen wird.

Die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad benennt in ihren Forderungen den Aufbruch in ein modernes, bewegliches NRW, das in Zeiten von Klimawandel und Mobilitätswende die Zeichen der Zeit erkennt und mutig neue Wege beschreitet. Ziel ist, dass neun Maßnahmen zur Förderung der Fahrradmobilität umgesetzt und in einem Fahrradgesetz für NRW verankert werden:

  1. Mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen
  2. NRW wirbt für mehr Radverkehr
  3. 1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendelverkehr
  4. 300 Kilometer überregionale Radwege pro Jahr 
  5. Fahrradstraßen und Radinfrastruktur in den Kommunen
  6. Mehr Fahrrad-Expertise in den Ministerien und Behörden
  7. Kostenlose Mitnahme im Nahverkehr
  8. Fahrradparken und E-Bike Stationen
  9. Förderung von Lastenrädern

NRW hat alle Voraussetzungen für den Umstieg auf eine moderne Fahrradmobilität, doch die Realität sieht momentan anders aus. Viele Radwege sind in einem schlechten Zustand, werden oft unterbrochen und wechseln vom Bordstein auf die Fahrbahn und wieder zurück. So müssen sich Radfahrende ihren Weg durch die Stadt suchen, anstatt auf eine sichere, komfortable und klar erkennbare Radverkehrsinfrastruktur zurückgreifen zu können.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte Aufbruch Fahrrad jüngst eine der wichtigsten zivilgesellschaftlichen Mobilitätsinitiativen in NRW genannt, denn die Volksinitiative hatte alle Erwartungen deutlich übertroffen. Anstatt die für NRW notwendigen 66.0000 erforderlichen Unterschriften, konnten im Juli 2019 genau 206.687 Unterschriften an den Landtag überreicht werden. Neben dem ADFC NRW und der Kölner RADKOMM wird die Volksinitiative von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis getragen, das beispiellos in Deutschland ist. Rund 215 Verbände und Vereine bilden das Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad. Darunter sind die großen Umweltschutz- und Mobilitätsverbände ebenso wie Nachbarschaftsinitiativen oder Sportvereine. 

Anhörung am 02. Oktober

In Sachen Aufbruch Fahrrad schlägt nun die Stunde des Parlaments! Am 02. Oktober ist die Anhörung im Verkehrsausschuss. Die Vertrauenspersonen Dr. Ute Symanski (RADKOMM) und Thomas Semmelmann (ADFC NRW) sind eingeladen, die Anliegen von Aufbruch Fahrrad vorzutragen und beantworten die Fragen der Mitglieder im Verkehrsausschuss. Am vergangenen Freitag – passenderweise am Tag des Global Strike von FridaysForFuture und Extinction Rebellion – wurden die Abgeordneten im Landtag auch offiziell davon unterrichtet, dass die Volksinitiative die erforderlichen Unterschriften erreicht hat. Und in der vergangenen Woche waren Ute, Thomas und Harald auch zu einem Hintergrundgespräch mit dem NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst im Verkehrsministerium. Gemeinsam treiben wir Aufbruch Fahrrad voran und setzen uns für ein Fahrradgesetz in NRW ein. Das weitere Procedere: Nach der Anhörung beraten die Mitglieder des Verkehrsausschuss bis zum nächsten Verkehrsausschuss Anfang November. Dort wird dann wiederum eine Beschlussempfehlung für das Landtagsplenum beschlossen.

Die Unterschriften für Aufbruch Fahrrad haben viele große und kleine Räder am Tag nach der RADKOMM #5 nach Düsseldorf zum Landtag transportiert. Die ADFC-Sternfahrt NRW am 2. Juni stand in diesem Jahr ganz im Zeichen von Aufbruch Fahrrad. So viele Menschen wie in diesem Jahr waren vorher noch nie bei einer NRW-Sternfahrt dabei. Der Zubringer aus Köln brachte neben 350 Radfahrer*innen außerdem die Unterschriften für unsere Fahrrad-Volksinitiative mit, um sie am Landtag an NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser offiziell zu übergeben. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von den 206.687 gesammelten Unterschriften.

So viele Unterschriften wiegen eine Menge. Die vielen, vielen Kisten mit Unterschriftenlisten verteilten wir an unserer Unterschriftenzentrale auf Lastenräder. Zahlreiche tatkräftige Aktive radelten mit dieser wichtigen Fracht erst zum Treffpunkt des Kölner Zubringers am Hauptbahnhof und dann entlang des Rheins nach Düsseldorf. Aus Köln waren inklusive der Radler*innen aus Bonn mehrere Hundert Menschen Teil der Sternfahrt – das war ein sehr beeindruckender Fahrrad-Korso! In Düsseldorf kamen schließlich mehrere Tausend Fahrradfahrer*innen aus ganz NRW zusammen. Es war sehr schön zu sehen, wie viele unterschiedliche Radfahrkulturen sich von Aufbruch Fahrrad angesprochen fühlen: Hollandräder, Rennräder, Liegeräder, Tandems, E-Bikes, Kinderräder, Mountainbikes – und ein Meer aus mintgrünen T-Shirts.

Fotos: @verenafotografiert