25 Prozent
Fahrradverkehr
bis 2025

Volksinitiative Aufbruch Fahrrad NRW
Start: 16.06.18 auf der RADKOMM #4 in Köln

Wir wollen den Aufbruch in ein modernes, bewegliches Land NRW und bis 2025 den Anteil des Radverkehrs von ca. 8% auf 25% landesweit erhöhen.

Und wir wollen den Akteuren in Politik und Verwaltung zeigen, wie viele Menschen in NRW sich eine Mobilitätswende wünschen. Wir skizzieren neun Maßnahmen zur Förderung der Fahrradmobilität, die idealerweise in einem Fahrradgesetz verankert werden. Wenn wir es schaffen, innerhalb eines Jahres mindestens 66.000 Unterschriften von Unterstützer*innen im Land zu sammeln, wird der Landtag in NRW sich mit unseren Forderungen befassen. Der offizielle Start der Volksinitiative wird am 16. Juni 2018 auf der RADKOMM #4 in Köln sein. Unsere Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren. Bald findest Du hier den Unterschriftenbogen für die Volksinitiative. Wir freuen uns, wenn auch Du mithelfen willst - und selbst unterschreibst und viele Menschen in Deinem Umfeld bittest, dies ebenfalls zu tun. Stay tuned! Fahrradfahren macht Spaß, ist für jeden erschwinglich, fördert die Gesundheit und trägt dazu bei, NRW insgesamt lebenswerter zu machen. Fahrradfahrer*innen fördern die lokale Wirtschaft – indem sie zwar weniger pro Person, aber insgesamt mehr in lokalen Läden ausgeben.

NRW hat alle Voraussetzungen für den Umstieg auf eine moderne Fahrradmobilität:

  • NRW ist die am dichtesten besiedelte Fläche in Europa.
  • NRW ist in den Ballungsräumen flach wie die Niederlande.
  • In den Städten sind die Hälfte der Fahrten mit dem PKW kürzer als fünf Kilometer.
  • Fast 1/3 der bundesweiten Staukilometer 2016 entfiel auf Nordrhein-Westfalen (28%)
  • Mit Radschnellwegen wie dem RS1 oder der Nordbahntrasse in Wuppertal haben Pionier-Regionen gezeigt, was möglich ist.

9 MASSNAHMEN

Wir skizzieren neun Maßnahmen zur Förderung der Fahrradmobilität. Wir möchten erreichen, dass diese Maßnahmen umgesetzt und in einem Fahrradgesetz NRW verankert werden.

Die Verkehrs- und Radverkehrsplanung orientiert sich ab sofort und konsequent an der Vision „Null Verkehrstote“ („Vision Zero“). Schweden, Norwegen, die Schweiz, die Niederlande und Großbritannien sind Vorreiter von Vision Zero. Unfallvermeidung wird dann zur politischen und planerischen Aufgabe, weil Fehler, die im Verkehr passieren, einbezogen werden. 

Das Land NRW kommuniziert Fahrradmobilität als Teil eines positiven Lebensgefühls. NRW sensibilisiert die breite Öffentlichkeit und die Entscheider*innen in Politik und Verwaltung mit gezielten Kampagnen für die Vorteile des Radfahrens. NRW wirbt für ein partnerschaftliches und rücksichtsvolles Miteinander im Verkehr und begegnet durch gezielte Maßnahmen aggressivem Verhalten unter den Verkehrsteilnehmer*Innen.

Radschnellwege ermöglichen ein schnelles Vorankommen über weite Strecken und führen weitgehend kreuzungsfrei durch das Land. Sie sind vier Meter breit und haben einen zusätzlichen Gehweg. Bis 2025 richten Land und Kommunen mindestens 1000 Kilometer dieses Netzes ein.

Bis 2025 sind jedes Jahr mindestens 300 Kilometer Radwege an Bundes- und Landestraßen in einer hohen Qualität gebaut oder in Stand gesetzt. Damit sind Lücken im Radnetz geschlossen und neue Verbindungen geschaffen. Zusammen mit den Radschnellwegen bilden die Radwege das Rückgrat des ausgebauten Fahrradnetzes NRW. Die Radinfrastruktur ist so angelegt, dass Radfahrer*innen einander sicher überholen können und schränken die Mobilität von Fußgänger*innen nicht ein.

Das Land NRW fördert Kommunen, damit sie Fahrradstraßen auf kommunalen Nebenstraßen ausweisen. Die geförderten Fahrradstraßen sind vier Meter breit. Radfahrer*innen haben Vorfahrt. Der motorisierte Individualverkehr darf auf diesen Straßen nicht parken. Das Land NRW fördert den Ausbau der kommunalen Radinfastruktur insgesamt. Das Land sorgt dafür, dass Einrichtungen für Kinder und Jugendliche – wie Schulen und Sportplätze – sicher und komfortabel mit dem Rad erreichbar sind. Programme, wie „Mit dem Rad zu Schule“ ergänzen das Mobilitätsprogramm.

Für die Umsetzung des Fahrradgesetzes stellt das Land NRW genügend Personal bereit. Ein zentrales Referat für den Radverkehr koordiniert Planung und Umsetzung. Für die Zusammenarbeit mit Regierungsbezirken und Gemeinden bei der Verkehrslenkung werden Koordinierungs- und Planungsstellen eingerichtet. Zum Aufgabenbereich zählt auch die Fortbildung der Mitarbeiter*innen in den kommunalen Verkehrsdezernaten und die Einbindung der Rad-Akteure vor Ort. Radbelange werden durchgängig in den Planungen berücksichtigt.

 

Die Polizei setzt sich aktiv für die Sicherheit der Radfahrer*innen und Fußgänger*innen ein. Sie betreibt gegenüber allen Verkehrsteilnehmer*innen Aufklärung, fördert ein rücksichtsvolles Miteinander auf den Straßen und erhöht die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen. Dafür richtet sie weitere Stellen ein.

NRW unterstützt die effiziente Kombination der umweltfreundlichen Verkehrsmittel, indem die Fahrradmitnahme in Bus und Bahn kostenlos ist. In vielen Ländern ist das bereits möglich. Busse und Bahnen werden mit ausreichend Raum für die Fahrradmitnahme ausgestattet, Bike & Ride-Stationen an Knotenpunkten von Bus und Bahn eingerichtet oder Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen gebaut.

Landesweit werden bis 2025 1 Million neue Fahrradabstellplätze im öffentlichen Raum, vor öffentlichen Gebäuden, Schulen und Hochschulen geschaffen. Dazu gehören gut gesicherte Abstellanlagen mit ausreichend großen Stellplätzen auch für Lastenräder. Für E-Bikes wird ein Netz an öffentlichen Ladestationen vorgesehen. Die Radstationen in NRW werden ausgebaut.

NRW fördert den Einsatz von Lastenrädern, um die Lärm- und Abgasbelastungen, Staus und Parkraum-Fehlnutzungen insbesondere in Städten deutlich reduzieren.

 

Das Land NRW adressiert Handwerker*innen und Mitarbeiter*innen des Kundendienstes mittels einer Werbekampagne, um das Lastenrad als effiziente und sparsame Alternative zu empfehlen. Es unterstützt den Wandel mit einem Investitionskostenzuschuss für betrieblich oder gemeinnützig genutzte Lastenrädern in Höhe von 1000 Euro (“Lastenradprämie”).

DAS AKTIONSBÜNDNIS
AUFBRUCH FAHRRAD

Mach' die Mobilitätswende - mach' mit:


Die Vorbereitungen für die Volksinitiative laufen auf Hochtouren. Bald findest Du hier den Unterschriftenbogen zum Herunterladen. Das formale Verfahren bei einer Volksinitiative gibt vor, dass Unterschriften auf Papier geleistet werden. Online zu unterschreiben ist nicht möglich.

Es gibt jede Menge Möglichkeiten, wie Du die Volksinitiative unterstützen kannst:

  • Du kannst Dir viele Unterschriftenbögen herunterladen und andere Menschen bitten, zu unterschreiben.
  • Du kannst die Volksinitiative via social media oder andere Kanäle in Dein Netzwerk und an Freund*innen, Nachbarn und Bekannte geben.
  • Wenn Du ein Ladenlokal hast, kannst Du Sammelstelle für ausgefüllte Unterschriftenbögen werden.
  • Du kannst Dir spannende und aufsehenerregede Aktionen überlegen, um auf die Volksinitiative aufmerksam zu machen.
  • Du kannst Koordinator*in in Deiner Stadt oder in Deinem Ort werden.
  • Du kannst Geld spenden. Die Faustregel ist, dass jede Unterschrift 1,- EUR kostet. Wir brauchen Geld für Druckkosten, Porto, Werbematerial, Aktionen, Vernetzungstreffen, Webdesign, Grafik, ... es kommen jede Menge Kosten zusammen. Jede noch so kleine Spende ist nützlich. (Spendenkonto: siehe Impressum)

Wir sind aktuell dabei, unser landesweites Netzwerk von Unterstützer*innen auszubauen. Wenn Du mitmachen willst, melde Dich. Wir freuen uns auf Dich! Die Mobilitätswende braucht viele Menschen in NRW, die unterschreiben. Und die andere Menschen überzeugen, ebenfalls ihre Stimme zu geben.

OBEN