Bis zum 01. Mai unter­schreiben!

Sei dabei:

01. Juni, RADKOMM #5 in Köln: Feierliche Verkündung Anzahl der gesammelten Stimmen

02. Juni, AUFBRUCH FAHRRAD STERNFAHRT NRW: Übergabe der Unterschriften vor dem Landtag

Mitmachen!

Wir wollen den Anteil des Radverkehrs bis 2025 von derzeit 8% auf 25% landesweit erhöhen. Wenn wir bis Juni 2019 mindestens 66.000 Unterschriften sammeln, wird der Landtag sich mit unseren Forderungen befassen. Gemeinsam können wir es schaffen, dass die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad das ganze Land NRW bewegt. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du die Volksinitiative unterstützen kannst:

Unterschriften-Barometer März

Neue Unterschriften im März bis 18.03.2019: 15461

Unser Ziel für Ende März: 13.000

Städte-Ranking

Wo haben bisher die meisten Menschen unterschrieben?

  • 1. Kalkar
  • 2. Alfter
  • 3. Köln
  • 4. Dortmund
  • 5. Bonn
  • 6. Brühl
  • 7. Menden (Sauerland)
  • 8. Düsseldorf
  • 9. Werne
  • 24. Wuppertal

Stand 18.03.2019

Gesammelte Unterschriften im Verhältnis zu den Wahlberechtigten einer Stadt. Alle Städte relativ zu Kalkar, weil Kalkar bisher - anteilig zu den Wahlberechtigten - die meisten Unterschriften gesammelt hat.

Städte-Battle der Woche

David gegen Goliath. Kleinstädte gegen Großstädte:

Telgte klar vor "Fahrradhauptstadt" Münster:

  • Telgte
  • Münster

Odenthal dicht am Hinterrad von Leverkusen:

  • Leverkusen
  • Odenthal

Stand 18.03.2019

Hinweis an Sammler*innen: Die Zahlen spiegeln nicht die Sammelleistung einzelner Ortsgruppen wider, weil oft auch Unterschriften aus fremden Kommunen gesammelt werden.

AKTUELLES

  • inAllgemein

    Glück auf Rädern

    So schön, dass wir es am liebsten täglich machen. So ein berauschendes Gefühl von Freiheit. Jedes Mal neu genießen wir die veränderte Wahrnehmung: statt uns abzuschotten von der Umgebung, tauchen wir tiefer in sie hinein, hören, sehen und riechen viel mehr als unsere Mitmenschen in den rollenden Blechkisten. Diese Erfrischung und Belebung sind wund...
  • inAllgemein

    Stichtag 1. Mai: Deine Unterschrift zählt!

    Es tut sich etwas für den Radverkehr in Deutschland: Städte planen neue Radwege, Bürgermeister bekennen sich öffentlich für Radverkehrsförderung, und überall im Land erheben Radfahrer*innen ihre Stimme. Ja, das sollte erst der Anfang einer guten und konsequenten Radverkehrsförderung sein, aber es ist ein positives Zeichen dafür, dass Politik und Ve...
  • inAllgemein

    Jugend auf die Räder – der Landesjugendring NRW im Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad

    Nach dem Laufen lernen im Kleinkindalter ist das Fahrrad das erste Verkehrsmittel, das Kindern eine selbstbestimmte Mobilität ermöglicht. Selbst mit dem Fahrrad zu fahren bedeutet für Kinder, den eigenen Aktionsradius zu erweitern und ihre Umgebung besser erkunden zu können. Als Fahrradfahrer nehmen sie am Verkehr teil und entwickeln auf diese Weis...
  • inAllgemein

    Über die Freiheit, einen Helm (nicht) zu tragen

    Einen Fahrradhelm zu tragen ist für manche selbstverständlich, für andere ein rotes Tuch. Aktuell ist es (mal wieder) ein heißes Diskussionsthema, ausgelöst durch eine Forderung der Gewerkschaft der Polizei zur Einführung einer Helmpflicht beim Radfahren. Ende Februar hatte das statistische Bundesamt einen deutlichen Anstieg der Unfallzahlen mit Ra...
  • inAllgemein

    Mieh Platz för Rädcher – Aufbruch Fahrrad beim Jeisterzoch

    So gruselig, wie die Infrastruktur für Fahrradfahrer sich in manchen deutschen Städten darstellt, so gruselig ging es auch beim Geisterzug am Karnevalssamstag in Köln zu. Ein Team aus gut gelaunten Aufbruch-Fahrrad-Aktiven hatte schauderhafte Verkleidungen als Unfallopfer unter Einsatz von viel Kunstblut und Mullbinden gebastelt. Das Motto des Geis...
  • inAllgemein

    Mit Frühlingsgefühlen in den Endspurt für Aufbruch Fahrrad

    Das Wetter am vergangenen Wochenende lockte viele Menschen in Freie, auf Straßen und Plätze – zum Eis essen, Spazieren gehen, Fahrrad fahren und Sonne genießen. Es scheint, dass schon im Februar der Frühling beginnt – ob das nun ein Grund zur Freude oder ein Zeichen des Klimawandels ist? Unabhängig von Klimaschutzerwägungen sind warme T...

AKTIONEN

Do, 21 März 2019
  • Krefeld: Stammtisch Aufbruch Fahrrad

    Do, 21 März 2019:  19:00 - 21:00
    Die Kulisse GmbH, Virchowstraße 130, 47805 Krefeld, Deutschland

Fr, 22 März 2019
  • Herford: Stammtisch

    Fr, 22 März 2019:  15:30 - 17:00
    Goebenstraße 4-10, 32052 Herford

    Jeden Freitag ab 15:30 in der Gehry Lounge im Cafe Kupferbar

Sa, 23 März 2019
  • Sammeln auf der Cylingworld 2019

    Sa, 23 März 2019
    Hansaallee 321, 40549 Düsseldorf, Deutschland

    Die Veranstalter*innen der Cyclingworld unerstützen Aufbruch Fahrrad und haben uns eingeladen, 2019 mit einem Stand dabei zu sein. Danke dafür! Von 14-14.45h sind wir mit Aufbruch Fahrrad außerdem auf der Bühne!

  • Alle Dörfer bleiben, Fahrraddemos nach Keyenberg

    Sa, 23 März 2019:  10:00 - 18:00
    Abschlußkundgebung in Keyenberg

    Sternmarsch /Fahrraddemo von www.alle-doerfer-bleiben.de:Es wird zwei Zubringer mit dem Rad geben. Aus Horrem startet eine Fahrraddemo um 10 Uhr und fährt direkt nach Keyenberg. Die andere Fahrraddemo startet um 13 Uhr in Mönchengladbach und fährt nach Wanlo bzw. von dort nochmal weiter nach Erkelenz.

    Bei der gemeinsamen Abschlusskundgebung in Keyenberg – das Dorf, das nach den Plänen von RWE dem Tagebau als nächstes weichen soll, können Unterschriften gesammelt werden!

    Redebeiträge halten unter anderem Betroffene aus Keyenberg, Antje Grothus und Elisabeth Hoffmann-Heinen, sowie Menschen von Fridays for future. Musikalisches Programm bieten Beets’n’Berries und Arbeitstitel Tortenschlacht.

So, 24 März 2019
  • Sammeln auf der Cylingworld 2019

    So, 24 März 2019
    Hansaallee 321 Düsseldorf, Deutschland

    Die Veranstalter*innen der Cyclingworld unerstützen Aufbruch Fahrrad und haben uns eingeladen, 2019 mit einem Stand dabei zu sein. Danke dafür!

  • Duisburg: Gesundheits•Messe

    So, 24 März 2019:  11:00 - 17:00
    CityPalais, Königstraße 55A, 47051 Duisburg, Deutschland

    Wir sind dabei und sammeln Unterschirften - Lust mitzumachen? Meld' dich einfach über e-Mail (Kontakt@aufbruch-fahrrad.de)

Fr, 29 März 2019
  • Herford: Stammtisch

    Fr, 29 März 2019:  15:30 - 17:00
    Goebenstraße 4-10, 32052 Herford

    Jeden Freitag ab 15:30 in der Gehry Lounge im Cafe Kupferbar

Sa, 30 März 2019
  • Arnsberg: Neheim Frühlingsfest

    Sa, 30 März 2019:  11:00 - So, 31 März 2019:  18:00
    Fußgängerzone, 59755 Arnsberg, Neheim

    Sammeln beim Neheim Frühlingsfest 30.& 31.03. am ADFC Arnsberg Stand (Fußgängerzone in Neheim)

So, 31 März 2019
  • Wuppertal: Bergische Velo

    So, 31 März 2019:  10:00 - 15:00
    Utopiastadt, Mirker Str. 48, 42105 Wuppertal

    Wir suchen noch Unterstützung für fleißiges Unterschriften sammeln am ADFC Stand. Bei Interesse einfach eine Email an Kontakt@Aufbruch-Fahrrad.de

  • Arnsberg: Neheim Frühlingsfest

    Sa, 30 März 2019:  11:00 - So, 31 März 2019:  18:00
    Fußgängerzone, 59755 Arnsberg, Neheim

    Sammeln beim Neheim Frühlingsfest 30.& 31.03. am ADFC Arnsberg Stand (Fußgängerzone in Neheim)

Mo, 01 April 2019
  • Köln: Uni-Beginn

    Mo, 01 April 2019:  8:00 - 10:00
    Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln

    Wir stellen uns mit der Mobilen-Sitzecke und unserer Peppermint Patty (Lastenrad) vor die Uni.
    Wer hat Lust mitzumachen? (Kontakt@aufbruch-fahrrad.de)

Bis zum 01. Mai unter­schreiben!

  1.  Unterschriftenbogen direkt hier  herunterladen
  2. Ausdrucken
  3. Selbst unterschreiben
  4. Freunde unterschreiben lassen
    (Wichtig;
    pro Bogen nur Unterschriften aus einer Stadt, jede Zeile vollständig ausfüllen (keine Gänsefüßchen) und nichts weiteres auf den Bogen schreiben, malen, ...)
  5. An Aufbruch Fahrrad
    Postfach 60 06 11
    50686 Köln schicken.
  6. Sich mit uns freuen.

Unter der Rubrik Downloads findet ihr eine ausführliche "Anleitung für Sammler*innen" und eine "Anleitung für Sammelstellen" und viele weitere hilfreiche Dokumente.

Eckart von Hirschhausen
Mein Herz schlägt für Aufbruch Fahrrad

DAS AKTIONSBÜNDNIS
AUFBRUCH FAHRRAD

Der gemeinnützige Verein RADKOMM e.V. aus Köln gründete im April 2017 das Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad. Ausgangspunkt war der Kongress RADKOMM #2 im Juni 2016, wo es eine Arbeitsgruppe zum Volksentscheid Fahrrad Berlin gab. Wir dachten damals: "So etwas brauchen wir auch für NRW!" Seitdem hat das Team vom RADKOMM e.V. die Volksinitiative vorbereitet, initiiert und koordiniert.

Mit dem ADFC NRW konnte im Herbst 2017 ein wichtiger Partner gewonnen werden. Seitdem bilden RADKOMM e.V. und ADFC NRW die Steuerungsgruppe für Aufbruch Fahrrad. Das Aktionsbündnis wächst kontinuierlich. Viele weitere Organisationen, Vereine und Initiativen sind dem Bündnis beigetreten. Eine solch breite und starke Allianz für eine andere Mobilitätspolitik gab es bisher in NRW noch nicht. Wir freuen uns sehr darüber, dass nun so viele Akteure an einem Strang ziehen. Die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad ist ein Projekt, das gemeinsam von den vielen Vereinen und Verbänden im Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad getragen wird. Aufbruch Fahrrad ist kein eigenständiger politischer Akteur, kein Dachverband o.ä. und vertritt keine eigenen politischen Interessen.

Als Mitglied im Aktionsbündnis zeigt man, dass man dieses Projekt, die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad, unterstützt. Die Mitgliedschaft kostet nichts und ist nicht mit weiteren Verpflichtungen verbunden. Wer mithelfen will, Unterschriften zu sammeln, ist natürlich herzlich eingeladen. Organisationen, Vereine und Verbände, die Mitglied im Aktionsbündnis sind, können z.B. an ihre eigenen Mitglieder eine E-Mail schicken und den Unterschriftenbogen mitsenden und bitten, dass jede und jeder Freund*innen, Nachbar*innen und Bekannte bittet, zu unterschreiben. Wer eine Zeitschrift für die eigenen Mitglieder hat, kann dort den Unterschriftenbogen einlegen. Wer ein Vereinslokal hat, kann dort Unterschriftenbögen auslegen. Alle können den Unterschriftenbogen auch selbst herunterladen.

Mitglieder entscheiden selbst, wieviel Zeit und Arbeit sie in die Volksinitiative investieren wollen oder können.

Mitglieder können alle Vereine/Akteure werden, denen nachhaltige Mobilität, saubere Luft, lebenswerte Städte oder der Schutz der Umwelt am Herzen liegen. Parteien oder Firmen können keine Mitglieder im Aktionsbündnis werden. Sie können unterstützen oder Förderer sein.

Auf der RADKOMM #5  am 01. Juni 2019 werden wir die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad offiziell beenden. Dort werden wir auch die Zahl der gesammelten Unterschriften bekannt geben. Ein wichtiges Ziel von Aufbruch Fahrrad ist die Vernetzung und Stärkung der Akteure vor Ort. Idealerweise führen viele der Aktiven in ihren Städten eigene Radentscheide durch. Dies ist mit Blick auf die Kommunalwahlen 2020 besonders wirkungsvoll. Die Forderungen von Aufbruch Fahrrad werden damit auf die Ebene der Städte und Gemeinden heruntergebrochen und vor Ort konkretisiert. Und die Mobilitätswende wird vor Ort in den Wahlkampf und in die zu wählenden politischen Gremien getragen. Die Verbände und Vereine des Aktionsbündnis werden die politische Arbeit und Lobbyarbeit auf Ebene der Landespolitik fortsetzen und die Umsetzung der 9 Forderungen auf Landesebene weiter vorantreiben und begleiten. Wie stark das Aktionsbündnis ist, werden wir auf der Aufbruch Fahrrad Sternfahrt NRW zeigen, die am 02. Juni 2019 in Düsseldorf stattfindet. Dort werden wir auch die Unterschriften symbolisch übergeben. Schon jetzt mobilisieren die Mitglieder des Aktionsbündnis für die Aufbruch Fahrrad Sternfahrt NRW - die größte Fahrrad-Demo, die es in NRW bisher gegeben haben wird.

Hinter Aufbruch Fahrrad steht 100% ehrenamtliches Engagement.

INITIATIVEN, VEREINE, KREISVERBÄNDE

KREISVERBÄNDE ADFC

KREISVERBÄNDE VCD

GREENPEACE

Greenpeace unterstützt das Aktionsbündnis Aufbruch-Fahrrad ideell und mit persönlichem Engagement.

Wir wollen den Aufbruch in ein modernes, bewegliches Land NRW. Dafür wollen wir den Anteil des Radverkehrs bis 2025 von ca. 8% auf 25% landesweit erhöhen. Mit Eurer Unterstützung und gemeinsam schaffen wir das.

Und wir wollen den Akteuren in Politik und Verwaltung zeigen, wie viele Menschen in NRW sich eine Mobilitätswende wünschen. Wir skizzieren neun Maßnahmen zur Förderung der Fahrradmobilität. Diese Maßnahmen sollen in einem Fahrradgesetz verankert werden. Dafür brauchen wir auch Deine Stimme. Wenn wir es schaffen, innerhalb eines Jahres mindestens 66.000 Unterschriften von Unterstützer*innen im Land zu sammeln, wird der Landtag in NRW sich mit unseren Forderungen befassen. Offizieller Start der Volksinitiative war am 16. Juni 2018 auf der RADKOMM #4 in Köln.

Wir freuen uns, wenn auch Du mithelfen kannst, NRW fahrradfreundlich zu gestalten. Dafür unterschreibe das Unterschriftenformular zum Download. Bitte auch Menschen in Deinem Umfeld, zu unterschreiben. Die Volksinitiative AUFBRUCH FAHRRAD für eine moderne Mobilitätspolitik nützt allen Menschen in NRW. Fahrradfahren macht Spaß, ist für jeden erschwinglich, fördert die Gesundheit und trägt dazu bei, NRW insgesamt lebenswerter zu machen. Damit wir alle zufriedener leben und künftig weniger im Stau stehen. Fahrradfahrer*innen fördern die lokale Wirtschaft. Sie kaufen insgesamt mehr in lokalen Läden.

NRW hat alle Voraussetzungen für den Umstieg auf eine moderne Fahrradmobilität:

  • NRW ist die am dichtesten besiedelte Fläche in Europa.
  • NRW ist in den Ballungsräumen flach wie die Niederlande.
  • In den Städten sind die Hälfte der Fahrten mit dem PKW kürzer als fünf Kilometer.
  • Fast 1/3 der bundesweiten Staukilometer 2016 entfiel auf Nordrhein-Westfalen (28%).
  • Mit Radschnellwegen wie dem RS1 oder der Nordbahntrasse in Wuppertal haben Pionier-Regionen gezeigt, was möglich ist.

9 MASSNAHMEN

Wir skizzieren neun Maßnahmen zur Förderung der Fahrradmobilität. Wir möchten erreichen, dass diese Maßnahmen umgesetzt und in einem Fahrradgesetz NRW verankert werden.

1.     Mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen

Die Verkehrs- und Radverkehrsplanung orientiert sich ab sofort und konsequent an der Vision „Null Verkehrstote“ („Vision Zero“). Schweden, Norwegen, die Schweiz, die Niederlande und Großbritannien sind Vorreiter von Vision Zero. Unfallvermeidung wird dann zur politischen und planerischen Aufgabe, weil Fehler, die im Verkehr passieren, einbezogen werden.

2.     NRW wirbt für mehr Radverkehr

Das Land NRW kommuniziert Fahrradmobilität als Teil eines positiven Lebensgefühls. NRW sensibilisiert die breite Öffentlichkeit und die Entscheider*innen in Politik und Verwaltung mit gezielten Kampagnen für die Vorteile des Radfahrens. NRW wirbt für ein partnerschaftliches und rücksichtsvolles Miteinander im Verkehr und begegnet durch gezielte Maßnahmen aggressivem Verhalten unter den Verkehrsteilnehmer*innen.

3.     1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendelverkehr

Radschnellwege ermöglichen ein schnelles Vorankommen über weite Strecken und führen weitgehend kreuzungsfrei durch das Land. Sie sind vier Meter breit und haben zusätzliche seitliche Gehwege. Bis 2025 richten Land und Kommunen mindestens 1000 Kilometer dieses Netzes ein.

4.    300 Kilometer überregionale Radwege pro Jahr

Bis 2025 sind jedes Jahr mindestens 300 Kilometer Radwege an Bundes- und Landestraßen in einer hohen Qualität gebaut oder instand gesetzt. Damit sind Lücken im Radnetz geschlossen und neue Verbindungen geschaffen. Zusammen mit den Radschnellwegen bilden die Radwege das Rückgrat des ausgebauten Fahrradnetzes NRW. Die Radinfrastruktur ist so angelegt, dass Radfahrer*innen einander sicher überholen können und schränkt die Mobilität von Fußgänger*innen nicht ein. Um die voranschreitende Versiegelung von Flächen zu vermeiden, sollen Radschnellwege und Radinfrastruktur möglichst auf bestehenden Verkehrsflächen gebaut werden.

5.     Fahrradstraßen und Radinfrastruktur in den Kommunen

Das Land NRW fördert Kommunen, damit sie Fahrradstraßen auf kommunalen Nebenstraßen ausweisen. Die geförderten Fahrradstraßen sind vier Meter breit. Radfahrer*innen haben Vorfahrt. Der motorisierte Individualverkehr soll auf diesen Straßen nicht parken. Das Land fördert den Ausbau der kommunalen Radinfrastrukturinsgesamt. Das Land sorgt dafür, dass Einrichtungen für Kinder und Jugendliche – wie Schulen und Sportplätze – sicher und komfortabel mit dem Rad erreichbar sind. Programme wie „Mit dem Rad zu Schule“ ergänzen das Mobilitätsprogramm.

6.     Mehr Fahrrad-Expertise in Ministerien und Behörden

Für die Umsetzung des Fahrradgesetzes stellt das Land NRW genügend Personal bereit. Ein zentrales Referat für den Radverkehr koordiniert Planung und Umsetzung. Für die Zusammenarbeit mit Regierungsbezirken und Gemeinden bei der Verkehrslenkung werden Koordinierungs- und Planungsstellen eingerichtet. Zum Aufgabenbereich zählt auch die Fortbildung der Mitarbeiter*innen in den kommunalen Verkehrsdezernaten und die Einbindung der Rad-Akteure vor Ort. Radbelange werden durchgängig in den Planungen berücksichtigt.

Die Polizei setzt sich aktiv für die Sicherheit der Radfahrer*innen und Fußgänger*innen ein. Sie betreibt gegenüber allen Verkehrsteilnehmer*innen Aufklärung, fördert ein rücksichtsvolles Miteinander auf den Straßen und erhöht die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen. Dafür richtet sie spezielle Stellen ein.

7.     Kostenlose Mitnahme im Nahverkehr

NRW unterstützt die effiziente Kombination der umweltfreundlichen Verkehrsmittel, indem die Fahrradmitnahme in Bus und Bahn kostenlos ist. In vielen Ländern ist das bereits möglich. Busse und Bahnen werden mit ausreichend Raum für die Fahrradmitnahme ausgestattet, Bike & Ride-Stationen an Knotenpunkten von Bus und Bahn eingerichtet oder Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen gebaut.

8.     Fahrradparken und E-Bike Stationen

Das Angebot für sicheres Fahrradparken wird deutlich ausgebaut. Bis 2025 werden 1 Million neue Fahrradabstellplätze im öffentlichen Raum und vor öffentlichen Gebäuden, Schulen und Hochschulen geschaffen. Dazu gehören gut gesicherte Abstellanlagen mit ausreichend großen Stellplätzen auch für Lastenräder. Für E-Bikes wird ein Netz an öffentlichen Ladestationen vorgesehen. Die Rad¬sta¬tion¬en in NRW werden ausgebaut. Mit einer gezielten Kampagne wird die Nachrüstung von Fahrradabstellmöglichkeiten auch in Firmen und Wohnhäusern gefördert.

9.     Förderung von Lastenrädern

NRW fördert den Einsatz von Lastenrädern, um die Lärm- und Abgasbelastungen, Staus und Parkraum-Fehlnutzungen insbesondere in Städten deutlich zu reduzieren. Das Land NRW adressiert Handwerker*innen und Mitarbeiter*innen des Kundendienstes mittels einer Werbekampagne, um das Lastenrad als effiziente und sparsame Alternative zu empfehlen. Es unterstützt den Wandel mit einem Investitionskostenzuschuss für betrieblich oder gemeinnützig genutzte Lastenrädern in Höhe von 1000 Euro (“Lastenradprämie”).

Häufige Fragen zu unseren Forderungen

Auf den folgenden Seiten möchten wir auf häufige Fragen und Einwände zur Volksinitiative Aufbruch Fahrrad eingehen. Wenn Deine Frage noch nicht dabei ist, schreibe gerne an kontakt@aufbruch-fahrrad.de.

Wir bedanken uns bei den Kolleg*innen des Volksentscheid Fahrrad in Berlin, die uns ihr Material so großzügig zur Verfügung gestellt haben.

Allgemeine Fragen zur Volksinitiative

Nein, es geht nur auf Papier auf den Orginal-Unterschriftenbogen, die möglichst immer wieder an uns zurück geschickt werden sollen, um dann von den Bezirksämtern geprüft zu werden. Das aber koordinieren wir.

Zeiten:  Immer :) jedes mal, wenn jmd. Lust hat zu sammeln. Du kannst z.B. einfach den Unterschriftenbogen auf unserer Website runterladen und mehrfach kopieren und losziehen.

Unterschriftenbogen abgeben: Wo Du die Unterschriftenbogen abgeben kannst, findest Du unter Sammelstellen auf unserer website: https://www.aufbruch-fahrrad.de/sammelstellen/ 

Ansonsten einfach an unser Postfach schicken, am besten jeden Monat, so können wir immer wieder weiter zählen: Aufbruch Fahrrad, Postfach 60 06 11, 50686 Köln 

Wenn Du Dich mit einer Ortsgrupe verbinden möchtest, machst du das am besten über SLACK, ein Kommunikationstool, (https://slack.com/) auf das wir Dich gerne einladen, wenn du willst. Dort suchst Du einfach nach der Ortsgruppe, die sich gebildet hat oder machst eine neue auf. Dann könnt Ihr euch koordinieren und gemeinsam sammeln gehen.

Falls Ihr Aktionen plant, schickt das an uns, dann können wir das in unseren Newsletter oder auf Facebook bekannt machen!

Nein, gibt es nicht, bitte immer nur diesen vom Ministerium abgesegneten Unterschriftenbogen verwenden und pro Bogen immer nur Unterschriften aus einer Stadt pro Bogen.

Annahmeschluss für die gefüllten Unterschriftenbogen ist der 01. Juni 2019. Auf der RADKOMM #5 am 01. Juni 2019 geben wir dann auch die Anzahl der gesammelten Unterschriften bekannt.

Aber bitte vorher die Unterschriftenbögen immer wieder zusenden,  am besten jeden Monat  (oder an Sammelstellen in deiner Nähe abgeben. Die findest du auf der Website.)

Es gibt Postkarten, Plakate, Aufkleber, die Du Dir selbst ausdrucken kannst bzw. in einer Druckerei bestellen kannst. Alle Druckdateien findest Du auf der Website unter Downloads. Wenn Du in Köln bist, kommt in der RADKOMM-Zentrale in Köln-Ehrenfeld vorbei und hole Material ab (bitte vorher bei uns melden kontakt@radkomm.de)

Ihr könntet Euch als Sammler*innen-Gruppen zusammentun und gegen eine Spende von 115,- EUR eine Grundausstattung /Standardpakete bei uns anfordern. Wir werden Standardpakete verschicken mit:

• 1000 Aufklebern
• 2500 Postkarten
• 100 A4-Plakaten
• 50 A2-Plakaten
• 100 Faltblättern (9 Maßnahmen in Langfassung)

Wer das haben will, bitte eine Mail an kontakt@radkomm.de.

Als kleines ehrenamtlich agierendes Team können wir nur Standard-Pakete packen und keine Sonder- bestellungen annehmen. Dankeschön für Euer Verständnis dafür.

Bei Spenden bis zu 200,- EUR zählt der Überweisungsbeleg als Spendenbescheinigung. Darüber hinaus können wir Spendenbescheinigungen ausstellen.

Bankverbindung: RADKOMM e.V., IBAN: DE40 8306 5408 0304 9272 65, BIC: GENO DEF1 SLR, Verwendungszweck: Aufbruch Fahrrad

T-Shirts könnt Ihr bestellen bei:
mithandundherz | Tel. 0202 42995995 | mail@mithandundherz.eu | Marienstr. 72 | 42105 Wuppertal

(Die T-Shirts sind nachhaltig und fair produziert und werden im Siebdruck-Verfahren bedruckt.)

Tipp: Wenn Du (noch) kein T-Shirt hast, kleb Dir einen Aufkleber auf die Kleidung - und schon bist Du gebranded.

Wir kümmern uns um die Koordination mit den Meldeämtern, das braucht Ihr nicht zu machen. Wir sammeln laufend unterschriebene Unterschriftenbogen ein. Also schicke die bitte kontinuierlich an uns, bitte nicht länger als 1 Monat bei Dir aufbewahren. 

Die Unterschriftenbogen werden nicht ungültig, wenn Menschen aus verschiedenen Orten auf einem Bogen unterschreiben. Es ist aber für uns in der Unterschriftenzentrale viel aufwändiger und kostet viel mehr Porto, die Bogen zu kopieren und an verschiedenen Meldeämter zu schicken. Deshalb ist es ideal, pro Bogen sind Unterschriften aus einem Ort. Wir wissen, dass das nicht immer klappt. Bitte schickt unbedingt alle Unterschriftenbogen, auch die „ortsgemischten“, an uns. Jede Unterschrift zählt.

Allgemeine Fragen zum Thema Fahrradförderung

Fahrräder sind das moderne urbane Transportmittel schlechthin: Sie produzieren 0 Gramm C02, Feinstaub oder Stickoxide, sind sehr leise und brauchen wenig Platz. Wenn in NRW also mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, ist das gut für alle. In der Stadt ist man mit dem Fahrrad schneller am Ziel als mit jedem anderen Verkehrsmittel. Es ist preiswert, macht Spaß und man tut nebenbei noch etwas für seine Gesundheit – und die der anderen. Außerdem stellt es eine wesentlich kleinere Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar als der motorisierte Verkehr.

Es gibt viele Menschen, die Rad fahren möchten, sich jedoch bisher nicht trauen, da die Radwege oft unsicher oder nicht vorhanden sind. Ältere Menschen und Kinder beispielsweise könnten sorgloser Fahrrad fahren, wenn die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad erfolgreich ist und NRW eine sichere und schnelle Fahrradinfrastruktur bekommt. Beispiele in anderen Ländern oder Städten wie Amsterdam, New York, Barcelona oder Kopenhagen haben bereits gezeigt, dass der Ausbau der Infrastruktur für Fahrradverkehr die Unfallzahlen deutlich reduziert und gleichzeitig zu einer Zunahme des Radverkehrs führt. Deswegen wollen wir hier ansetzen und so mehr Menschen sicheres Fahrradfahren ermöglichen.

Zur Zeit wird nicht das Rad, sondern das Kfz massiv bevorzugt. Die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad möchte dafür sorgen, dass das Fahrrad einen angemessenen Platz im Verkehrsraum erhält, also sichere und schnelle Wege, auf denen alle Fahrrad fahren können. Derzeit werden dem Fahrrad ca. 3 % der Verkehrsflächen zugebilligt, während für das Auto ca. 60 % der Flächen verbraucht werden. Dieses Verhältnis ist nicht mehr zeitgemäß und eine bis heute nachwirkende Folge der autozentrierten Stadtplanung aus den 50er-Jahren. Moderne Verkehrsplanung muss das Fahrrad als wichtiges Verkehrsmittel berücksichtigen und ein gutes separates Wegenetz zur Verfügung stellen.

Das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel für Jung und Alt. Es steht Menschen jeden Alters und jeden Einkommens zur Verfügung. Laut einer repräsentativen Umweltbewusstseinsstudie des BMUB aus dem Jahr 2014 möchten 82 % der Deutschen weniger Pkw-Verkehr in den Städten und wünschen sich, Ihre Ziele mit dem Fahrrad erreichen zu können.

Alle Verkehrsmittel sollen ihren Platz haben in NRW, denn es gibt unterschiedliche Gründe für die individuelle Wahl jedes Einzelnen. Aber ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr fördern das Wohl aller Menschen im Land und in der Stadt: Sie schonen die Umwelt, sorgen für bessere Luft, weniger Lärm und beleben den öffentlichen Raum. So wird die Stadt lebenswerter, sicherer, ruhiger und gesünder. Das ist im Interesse aller Menschen. Die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad ist mehrheitsfähig.

In Amsterdam oder Kopenhagen, wo die Bedingungen für den Radverkehr besser sind, findet man unter den Radfahrer*innen sogar mehrheitlich Frauen, viele Kinder und Senioren. In Großbritannien hingegen ist die Gruppe der Radfahrer*nnen überwiegend männlich und jung, während viele Frauen und ältere Menschen sich laut Umfragen aufgrund der gefährlichen Situationen, denen sie ausgesetzt sind, nicht trauen das Rad zu benutzen. Sichere Radwege bieten auch körperlich Behinderten die Möglichkeit, sich selbstständig und sicher mithilfe von angepassten Fahrzeugen auf dem Radweg fortzubewegen. Auch für Lastenräder, die als Familienfahrzeug für Familien mit kleinen Kindern dienen, ist genügend Platz. Wir möchten also, dass Rad fahren für alle möglich wird – unabhängig von Geschlecht, Alter und Kondition. Jede und jeder sollte sich auf allen Straßen sicher fühlen können.

Infrastruktur und Bedingungen

Der wichtigste Unterschied zwischen NRW und den erfolgreichen Städten und Dörfern in den Niederlanden ist die hochwertige Infrastruktur, die es dort gibt. Radfahren ist für Niederländer so selbstverständlich, weil sie auf guten Wegen entspannt und sicher unterwegs sind und zügig ans Ziel kommen.  

Wir glauben: NRW kann das auch.  

Aus herausragenden Pionierprojekten in NRW wie der Wuppertaler Nordbahntrasse und dem Radschnellweg Ruhr wollen wir lernen und Schnellwege in alle Teile des Landes bringen. Und aus Kopenhagen und den erfolgreichen niederländischen Städten wollen wir uns die wichtigste Zutat für kommunale Radwege abschauen: Qualität.  

Denn die Voraussetzungen für den Umstieg auf eine moderne Fahrradmobilität sind in NRW ausgezeichnet:  

· NRW ist die am dichtesten besiedelte Fläche in Europa.  
· NRW ist in den Ballungsräumen flach wie die Niederlande.  

· In den Städten sind die Hälfte der Fahrten mit dem PKW kürzer als fünf Kilometer.  
· Fast 1/3 der bundesweiten Staukilometer 2016 entfiel auf Nordrhein-Westfalen (28%)  
· Mit Radschnellwegen wie dem RS1 oder der Nordbahntrasse in Wuppertal haben Pionier-Regionen gezeigt, was möglich ist.  

Was an vielen Stellen noch fehlt, ist eine flächendeckende Infrastruktur für den Radverkehr, die Qualität hat. Aber sogar Millionenmetropolen wie New York, Paris und London haben es geschafft, in nur wenigen Jahren ein hochwertiges Wegenetz für den Radverkehr zu errichten. Dadurch wurde der Anteil des Radverkehrs in diesen Städten deutlich gesteigert (Impression). Diese Städte sind der Beweis, dass eine gute und sichere Radinfrastruktur in kurzer Zeit aufgebaut werden kann.

Der Radverkehr braucht ein zusammenhängendes Netz an eigenständiger Radinfrastruktur. Nur dann ist es möglich, dass Menschen jeden Alters entspannt, sicher und zügig an ihr Ziel kommen. Die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad sieht u. a. Fahrradschnellwege für längere Strecken vor. Ein Teil der Pendler*innen kann so aufs Fahrrad umsteigen und den Berufsverkehr entlasten.

Was viele nicht wissen: Nur dann, wenn ein Radweg mit dem blauen Schild und Fahrradsymbol gekennzeichnet ist, muss man diesen Radweg benutzen. In den letzten Jahren wurde diese Radwegebenutzungspflicht an vielen Stellen aufgehoben. Radfahren auf der Straße ist dort erlaubt. Radfahrer*innen haben dann dasselbe Recht, die Straße zu benutzen, wie Autofahrer*innen. 

Mythen zum Thema Radfahren

Vorab: Ein Trottel bleibt ein Trottel, egal ob er auf dem Rad, im Bus oder im Auto sitzt. In NRW steigen täglich Millionen Menschen auf das Fahrrad, darunter rücksichtsvolle und weniger rücksichtsvolle. Deswegen gehört zu unseren Maßnahmen auch der Ausbau der Polizei-Fahrradstaffeln. Sie sollen dafür sorgen, dass Autofahrer*innen die Radwege nicht zuparken und Radfahrer*innen nicht die Gehwege befahren. Wenn Radfahrer*innen dann tatsächlich über ein gutes und komfortables Netz verfügen, kann niemand mehr sein Verhalten dadurch rechtfertigen, dass er bei der Verkehrsplanung nicht mitberücksichtigt wurde. Das ist jetzt leider noch viel zu oft der Fall – etwas, das wir keinesfalls bestärken oder fördern!

Wenn mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, gibt es weniger Autoverkehr. Der Autoverkehr wird dadurch fließender und entspannter. Best-Practice -Beispiele wie Kopenhagen oder die Niederlande zeigen, dass ein starker Radverkehr die Grundlage eines effizienten Verkehrssystems ist und ein entspannteres Miteinander im Verkehr ermöglicht.

Fragen zur Auswirkung auf den Autoverkehr

Das Gegenteil ist der Fall: Eine gut ausgebaute Radinfrastruktur entschärft die Konflikte zwischen Autofahrer*innen, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Außerdem bedeuten unsere Ziele die Gleichstellung der verschiedenen Verkehrsmittel: Alle Menschen in NRW sollen sich frei entscheiden können, wie sie sich fortbewegen möchten. Wir führen keinen Glaubenskrieg, sondern lassen uns von guten Argumenten leiten. Im Endeffekt möchten alle, entsprechend ihrer Bedürfnisse, schnell, komfortabel, sicher, günstig, gesund, und umweltfreundlich an ihr Ziel gelangen. Das Rad sollte dabei eine Option für alle sein, auch für Kinder und Senior*innen. 

Die Volksinitiative richtet sich nicht gegen den Autoverkehr, sondern möchte die Probleme und Konflikte im Verkehr entschärfen. Der Zahl der Radfahrer*innen in NRW steigt stark an. Das ist auch gut für die Autofahrer*innen. Stell Dir einmal vor, alle Radfahrer*innen würden ab morgen Auto fahren! Dann gäbe es den Megastau, den ganzen Tag. Dem wachsenden Radverkehr muss jedoch auch die Infrastruktur gerecht werden, dann können Radfahrer*innen und Autofahrer*innen entspannt ans Ziel kommen. Der Autoverkehr wird durch unsere Ziele nicht lahmgelegt. Im Gegenteil: Wenn mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen, gibt es mehr Platz und weniger Staus für diejenigen, die wirklich aufs Auto angewiesen sind.

Der Wegfall von Parkplätzen lässt sich nicht vermeiden. Der begrenzte Platz gerade in der Stadt kann den steigenden Auto- und Parkverkehr nicht aufnehmen. Es ist mit zunehmender Verdichtung der Städte und steigendem Verkehrsaufkommen nicht mehr möglich, an allen kostenlosen Parkplätzen im öffentlichen Raum festzuhalten. Doch auf der gleichen Fläche, die ein parkendes Auto benötigt, finden 10 Fahrräder Platz. Das bedeutet: Mehr Fahrradverkehr schafft Platz, der allen zugutekommt. Ein großes städtisches Mietshaus hat 10 bis 40 Wohnungen, aber auf der Straße davor nur 4 bis 5 Parkplätze. Das kann auf Dauer nicht funktionieren. Schon jetzt besitzen in vielen großen Städten in NRW weniger als die Hälfte der Haushalte ein Auto. Viele Menschen könnten auf ein eigenes Auto verzichten, wenn es bessere Fahrradwege gäbe. So wird auch das Parkplatzproblem entschärft. Es ist ohnehin ein wichtiges Ziel zeitgemäßer Stadtplanung, die Innenstädte möglichst frei von Autos zu gestalten. Denn der Parksuchverkehr ist ein großes Problem mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Effekten, Abgasen, Feinstaub, Stickoxiden, Lärm. Die Politik vermeidet oft, dieses Thema in der Öffentlichkeit auszusprechen. Wie lange ihr das noch gelingt?

Fragen zur Auswirkung auf andere Verkehrsmittel

Fahrräder gehören nicht auf den Gehweg, sondern auf die Radinfrastruktur bzw. auf die Straße. An Stellen, wo es gute Radinfrastruktur gibt, gibt es keine Konflikte mit Fußgänger*innen. Wir wollen klar getrennte Wege und sind – aufgrund der Erfahrungen aus anderen Ländern – davon überzeugt, dass diese von den Radfahrer*innen dann auch gerne genutzt werden. So können Fußgänger*innen wieder ungestört auf dem Gehweg unterwegs sein. Viele Städte in NRW haben Fußwege, die wir gerne von Radfahrer*innen und auch von parkenden Autos freihalten wollen – schließlich sind abgestiegene Radfahrer*innen auch Fußgänger*innen.

Wir beneiden nicht die Fahrer*innen des Liefer- und Wirtschaftsverkehrs in den Städten in NRW. Es gibt großen Zeitdruck, aber kaum geeignete Haltemöglichkeiten. Deswegen parken viele Fahrer*innen illegal in zweiter Reihe oder auf dem Fahrrad- oder Fußweg. Dies ist eine große Gefahrenquelle. Es ist unverantwortlich, dass dieses Thema von Politik und Polizei bisher als Kavaliersdelikt behandelt und ignoriert wird. Die Einrichtung und Freihaltung von Lieferzonen erleichtern den Lieferverkehr. Die Politik ist gefordert, verbindliche Standards für alle Straßen zu setzen. Es gibt immer mehr Unternehmen im Land, die auf Lieferverkehr mit Lastenrädern setzen. Dies ist eine sehr sinnvolle, da umweltfreundliche, ökonomische und platzsparende Entwicklung. Denn es lässt sich noch einiges bewegen: Ein enormer Anteil des städtischen Lieferverkehrs kann hinsichtlich Volumen und Entfernung problemlos auf Lastenräder verteilt werden.

Radverkehr und ÖPNV gehören zusammen. Beide sind Teil des Umweltverbundes: Sie sind gut für die Umwelt, sparen Platz und ermöglichen eine lebenswerte Stadt, ein lebenswerteres NRW. Indem getrennte Fahrradspuren geschaffen werden, müssen Radfahrer*innen die Busspur nicht mehr benutzen. So wird der Busverkehr schneller und pünktlicher. Und bessere Fahrradwege sowie gute Abstellmöglichkeiten an den Bahnhöfen vereinfachen es Pendler*innen enorm, mit Rad und ÖPNV zur Arbeit zu fahren.

Fragen zu Finanzierung und Umsetzung

Gute Radinfrastruktur kostet Geld, und das ist auch in Ordnung: Wir gewinnen enorm an Lebensqualität und investieren in die Zukunft unseres Landes. Das Rad belastet, anders als einige andere Transportmittel, nicht die Umwelt, produziert keine giftigen Abgase und verursacht keinen Lärm. Durch mehr Bewegung wird das Gesundheitssystem massiv entlastet. Hinzu kommt der Rückgang schwerer Verkehrsunfälle. Auch der Unterhalt von Fahrradwegen ist deutlich günstiger als der von Autostraßen. Langfristig wird also viel Geld gespart.

Außerdem können, wo es ausreichend ist, viele praktikable Lösungen schnell mit Pinsel und Farbe umgesetzt werden. 3 Kilometer Radweg kosten 400.000 Euro. Drei Kilometer Autobahn kosten mehr als das Tausendfache, nämlich mindestens eine halbe Milliarde Euro. Die Gesamtkosten für die Herstellung eines kompletten, funktionierenden Netzes von Fahrradwegen in einer Großstadt sind mit 470 Mio. Euro erstaunlich günstig. Insbesondere, wenn man sie vergleicht mit den Kosten für große Straßenbauprojekte.

In der Vergangenheit waren die Mittel für Radinfrastruktur bescheiden. Mit den aktuellen Budgets lässt sich annähernd eine Infrastruktur instand halten bzw. punktuell erweitern - nicht aber ein jahrzehntelanger Rückstand aufholen.

Jedes Jahr sterben Radfahrer*innen auf der Straße. Jedes Jahr wird die Luft weiter mit Giftstoffen aus dem Kfz-Verkehr belastet. Die Schätzungen von frühzeitig auf Grund von Luftverschmutzung verstorbener Bürger pro Jahr gehen alleine in der Bundesrepublik Deutschland in die zehntausend. Wenn die Entwicklung im bisherigen Tempo weitergeht, gibt es erst in 100 Jahren eine gute Radinfrastruktur im Land. 

Wenn der politische Willen allerdings vorhanden ist, dann kann auch in kurzer Zeit viel geleistet werden. Städte wie New York, London oder Paris machen das vor. Eine Verwaltung setzt nur zügig um, wenn sie klare Vorgaben hat. Politiker*innen räumen ein, dass man einiges in der Umsetzung der Mobilitätswende im Land beschleunigen könnte und sich über den wachsenden Druck aus der Bevölkerung freut.

Fragen zu Auswirkungen auf das Gewerbe

Diese Bedenken wurden schon vor 50 Jahren geäußert, als die ersten Fußgängerzonen eingerichtet wurden. Das Gegenteil ist wahr: Durch Verkehrsberuhigung und neue Fahrradwege werden Straßen nicht nur attraktiver zum Wohnen, auch die Geschäfte profitieren. Denn die Menschen verweilen eher, wenn sie mit niedrigerer Geschwindigkeit unterwegs sind und die Straße insgesamt belebter ist. In den Innenstädten sind laut einer Studie gerade solche Geschäfte erfolgreich, die ihren Fahrradkund*innen einen sicheren Abstellplatz bieten und damit ein fahrradfreundliches Klima schaffen. Außerdem ist nachgewiesen, dass Unternehmer*innen den Anteil der Kunden, die mit dem Auto kommen, stark überschätzen (geschätzt: 58%, tatsächlich: 32%; Quelle). Die jährlich ausgegebene Summe von Radfahrer*innen und Autofahrer*innen ist in etwa identisch und die von Fußgänger*innen sogar bedeutend höher. Zu guter Letzt sind die Fahrradbranche und die Radtouristikbranche ernstzunehmende Wirtschaftsfaktoren mit hohem Wachstumspotential.

FÖRDERER

Mitglied im Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad werden

Organisationen, Vereine und Initiativen können Mitglied im Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad werden. Die Mitgliedschaft kostet nichts und ist nicht mit weiteren Verpflichtungen verbunden. Wer mithelfen will, Unterschriften zu sammeln, ist natürlich herzlich eingeladen. Ihr könnt z.B. den eigenen Mitgliedern eine E-Mail schicken und den Unterschriftenbogen mitsenden und bitten, zu unterschreiben und zu sammeln. Wer eine Zeitschrift für die eigenen Mitglieder hat, kann dort den Unterschriftenbogen einlegen. Wer ein Vereinslokal hat, kann dort Unterschriftenbogen auslegen.

Mitglieder können alle Vereine/Akteure werden, denen nachhaltige Mobilität, saubere Luft, lebenswerte Städte, der Schutz der Umwelt oder die gute Sache allgemein am Herzen liegen. Parteien oder Firmen können keine Mitglieder im Aktionsbündnis werden. Sie können unterstützen oder Förderer sein.

Bitte füllt das folgende Formular aus, wenn Euer Verein Mitglied werden soll. Euer Logo erscheint dann bald auf der Seite "Aktionsbündnis".

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Im Team sein

Wir brauchen ein landesweites Netzwerk von Unterstützer*innen für das Volksinitiativen-Team. Wir suchen Helfer*innen, die in Radläden, Kneipen oder Geschäften Unterschriftenbogen auslegen, wieder einsammeln und neue Unterschriftenbogen vorbeibringen, wenn alle ausgefüllt sind. Wir freuen uns über Helfer*innen, die die Volksinitiative via Social Media oder andere Kanäle in ihrer Stadt und in ihren Netzwerken verbreiten und ihre Freund*innen, Nachbar*innen und Bekannte dafür gewinnen.

Wenn Du mitmachen willst, melde Dich. Wir laden Dich dann direkt auch zu unserem Slack-Workspace ein, den wir als interne Kommunikationsplattform nutzen und dem Du mit der Einladung beitreten kannst, wenn Du das möchtest. Wir freuen uns auf Dich!

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Unterschriften Sammeln

Der offizielle Start der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad war am 16. Juni 2018 auf der RADKOMM Konferenz in Köln. Die Initiative endet genau ein Jahr später. 

Bitte schickt uns KONTINUIERLICH, z.B. jeden Monat die gesammelten Bögen zu (nützliche Informationen zum Sammeln von Unterschriften findest Du hier.)

Den Unterschriftenbogen zum Runterladen, Ausdrucken und Ausfüllen findest Du hier.

Wir brauchen Geld ;-)

Und ja: Wir brauchen auch Deine Spende, damit wir die Volksinitiative mit voller Kraft ein Jahr lang durchführen können. Die Faustregel ist, dass jede Unterschrift 1,- EUR kostet.

Wir brauchen also mindestens 66.000 EUR! Die Gelder benötigen wir für Material, Büromiete, Druckkosten, Porto, für Aktionen, Vernetzungstreffen, Webdesign, Grafik, Teilzeitkräfte.

Es kommen jede Menge Kosten zusammen. Ob 1,- oder 7.000.- EUR – jede Spende hilft mit.

Unser Konto

RADKOMM E.V.
IBAN: DE40 8306 5408 0304 9272 65
BIC: GENO DEF1 SLR
Verwendungszweck: Aufbruch Fahrrad

Oder bei betterplace.org spenden

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Sammelstelle mitteilen

Sammelstellen sind Orte, wo Unterschriftenbogen ausliegen, damit interessierte Menschen dort unterschreiben können. Ladenlokale, Büros und Vereinsräume sind dafür gut geeignet. Regelmäßige Öffnungszeiten sind ideal.

Hier kannst Du uns Deine Sammelstelle mitteilen. Wenn Du dieses Formular ausfüllst, veröffentlichen wir Namen, Anschrift, Webseite und Zusatz bald auf dieser Webseite. Bis dahin bitten wir um etwas Geduld. Es ist nicht nötig, die Sammelstelle doppelt zu melden.

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Material

Sollen wir der Sammelstelle zum Start einen Umschlag mit Material wie Unterschriftenbogen, Plakaten, Postkarten und Aufklebern kostenlos zuschicken?

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